Die Ausstellung in der ehemaligen Augustiner-Klosterkirche Oberndorf a.N. wurde am 6. September 2025 nach fünfwöchiger Laufzeit und mit einer hohen Besucherzahl erfolgreich beendet.
Raum und Ausstellung
STREBEN und SCHWEBEN als Thema
Die Bodeninstallation "HÄNDE"
Unter dem großen Deckengemälde stehen die „HÄNDE“, eine Bodeninstallation von Jens Hogh-Binder, die mit ihren emporgestreckten Händen und gezeigten Gesten Bezug zum Thema STREBEN aufnimmt.
Die zentrale Marmorskulptur
Das „STREBEN“ ist die größte Skulptur der Ausstellung und entstand aus einem großen Natursteinblock eines cremefarbenen portugiesischen Marmors. Die gezeigte Tänzerin dreht sich um die eigene Achse und spielt mit dem dünnen Stoff, der sie umfängt. Die Figur wurde in wochenlanger Arbeit aus dem Stein gemeißelt und zum Abschluss feinst geschliffen
Wie ein Bühnenbild
„RAMPENLICHT“. Eine von Friederike Schleeh gemalte Bühnenshow mit Tänzer/innen aus unterschiedlichen Zeiten und unterschiedlichen Alters. Sie schweben vor der fortlaufenden imaginären Wand, die sich in ihrer geometrischen Struktur nach hinten öffnet. Die Auftretenden kommen und machen in ihrer Auflösung auch wieder Platz für die nächsten. Wie ein Sinnbild für das organische und menschliche Leben zeigt das Bild Bewegung und Veränderung. Es will die Leichtigkeit des Tanzes aufgreifen, aber auch die kurze Dauer der Gastspiele und damit das Zeitmoment ansprechen
Bilder für die Wandnischen zum Thema SCHWEBEN
Die auf Sperrholz und Leinwand von Friederike Schleeh gemalten Bilder zeigen Ausblicke in imaginäre Räume, Himmel, Licht und die Farbe Blau. Sie sind bewusst in den Wandnischen der ehemaligen Seitenaltäre gestellt um Bezug aufzunehmen zu den Fragen der vormals davor Betenden. Geometrische Formen ergeben zusammen mit perspektivisch fluchtenden Linien den Bildraum und den Inhalt des Bildes.
Skulptur und Bild
Skulpturen und Bilder stehen teilweise bewusst zusammen. Sie können damit in einen optischen Dialog treten. Die Bilder in den Wandnischen befinden sich in ihrem geschützten Raum und geben vermeintliche Ausblicke in Himmelsräume oder auf schwebende Formen vor. Die Skulpturen stehen auf ihren Sockeln vor den Pfeilern und wirken in ihrer figurativen Bewegung wie den Bildern zugewandt.
Einzelskulpturen
Das Streben als menschliche Eigenschaft, die besonders in Sport und Artistik sichtbar wird, zeigen diese Figuren. Jens Hogh-Binder versucht dem schweren und statischen Steinmaterial eine Ausstrahlung von Leichtigkeit und und Wärme mitzugeben. Gleichzeitig aber auch die körperliche Anstrengung sichtbar zu machen, die hinter all diesen gezeigten Übungen und Verrenkungen steht.
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Infos zur kommenden Ausstellung folgen in Kürze
Künstler bei der Arbeit – bitte nicht stören?
Warum eigentlich? Wir haben uns bewusst stören lassen. Von Fragen. Von Beobachtungen. Und von der Idee, unseren Arbeitsprozess zugänglich zu machen.
„Einblicke hinter die Kunst“ ist eine fortlaufende Serie aus kurzen Videos, Texten und Fotos, die zeigt, was in unseren Ateliers entsteht.
Die Perspektive: nicht unsere eigene. Andere beleuchten unsere Arbeit, stellen Fragen, beobachten, interpretieren. Sie nähern sich der Kunst und dem Arbeiten im Atelier mit ihrem Blick – und eröffnen damit neue Sichtweisen. Sehen die Bilder und Skulpturen und das Schaffen daran. Ein dokumentarischer Blick hinter die Kulissen. Mal mit Scharfsinn, mal mit Witz.